Donnerstag

Gai Dao oder Anarchistisch organisieren – Aber wie?

Eine Vorstellung des synthetischen Föderalismus

Am Dienstag,  22. Oktober 2013 , um 20 Uhr

 

Gründe sich als Anarchist*innen zu organisieren gibt es viele. Schon Ton
Steine Scherben brachten es 1972 mit dem Song „Allein machen sie dich
ein“ auf den Punkt. Kontinuierlich arbeitende Zusammenhänge bieten
jedoch nicht nur individuellen Rückhalt, sondern auch eine Vielzahl von
praktischen Vorteilen in der alltäglichen, politischen Arbeit. So können
personelle und materielle Ressourcen gebündelt, die eigene
Handlungsfähigkeit erhöht und funktionierende Gegenstrukturen geschaffen
werden.

Ebenso zahlreich sind die organisatorischen Ansätze, die historisch und
aktuell von Anarchist*innen erdacht und erprobt wurden und werden. Eine
davon ist der synthetische Föderalismus. Die Grundidee dahinter ist es,
durch den Zusammenschluss möglichst vieler, verschiedener
anarchistischer Gruppen und Projekte eine handlungsfähige Organisation
zu bilden, aus der perspektivisch Gegenstrukturen in verschiedenen
Lebensbereichen erwachsen sollen. Ähnlich dem historischen „Anarchismus
ohne Adjektive“ von Voltairine de Cleyre, oder dem heutigen,
amerikanischen crimethInk.-Kollektivs, soll dabei auf eine Beschränkung
auf bestimmte Themengebiete oder Aktionsfelder verzichtet werden, um in
möglichst jedem Bereich des Lebens anarchistische Alternativen zu
entwickeln.

Im deutschsprachigen Raum wird dieser Ansatz von der Föderation
deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) vertreten. In der Veranstaltung
werden Vertreter*innen der FdA den theoretischen Ansatz und ihre
praktische Arbeit präsentieren und im Anschluss zur Diskussion stellen.